Was ist strukturelle Gewalt?

Von struktureller Gewalt spricht man im Fall jener gesellschaftlichen Hierarchisierungen, asymmetrischen Machtpositionen und ungleichen Verteilungen von Ressourcen, die Formen sozialer Ungleichheit, Marginalisierung und Diskriminierung*  weiter tragen und daher die Potentiale der betroffenen Personen mindern.

Folgen von struktureller Gewalt sind Formen der Diskriminierung, verminderter/kein Zugang zu Ressourcen  oder Gefühle der Minderwertigkeit, ohne dass gleichzeitig  konkrete Täter_innen identifiziert werden können.

Im Kontext von Institutionen wie Universitäten, betrifft dies diskriminierende Regelungen und Handlungen, die durch die Struktur eben dieser Orte begünstigt/ermöglicht werden:

-strukturelle Benachteiligung Studierender aus Drittstaaten (Studiengebühren,           Zugang zu Fördermittel)

-das Zunutzemachen von Machtpositionen an der Uni/im Unterricht (verbale und/oder körperliche Grenzüberschreitungen)

- Fehlende unterstützende Strukturen an der Uni bei diesen Fällen

*Diskriminierung ist die Benachteiligung von Menschen im Zusammenhang mit bestimmten Merkmalen wie Geschlecht, Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, Alter, Behinderung, Sprache, Religion, Weltanschauung, politischer oder sonstiger Anschauung, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, sexueller Orientierung, Vermögen, Geburt oder genetischen Merkmalen (vgl. Artikel 21 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union).